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Im Lichte schimmernd, elektrisch.

Morgen gibts ne Note und ich habe ein bescheidenes Gefühl. So wie damals in der Oberstufe, als ich mit dem Rad über die Brücke fuhr und mir einbildete, die Gesamtzahl der Autos, die gerade unter der Brücke vorbeifuhr, würde meine Punktzahl in einer Arbeit signalisieren. Genauso bescheuert wie meine Fixierung auf die Zahl Drei. Ich wiederhole einige Dinge wie das Klopfen meines Kulis so lang, bis ich das Geräusch oder den Ablauf dreimal vollendet habe. Andere, neue Arten der Bewegung oder des Geräuschs müssen ebenso "verdreifacht" werden bzw. so lange ausgeführt werden, bis die Zahl der Wiederholungen durch Drei teilbar ist. Ich glaube das ist eine dieser schimmernden Differenzen, die mich ein wenig von der Normalität der Menschen abgrenzen.

Im Grunde genommen hätte ich jetzt wirklich sehr viel Lust auf Betäubung. Alkohol, vielleicht aber auch Sport bis zum Umfallen. Mein Zahnarzt sagte mir vor ein paar Tagen, dass ich "sportlich" aussehen würde. Ich mache momentan überhaupt keinen Sport mehr. Rennen bis es nicht mehr geht, aber es geht ja irgendwie immer. Alle Heroinkonsumenten berichten immer vom Gefühl des "In Watte Gepackt Seins" und dabei werde ich wirklich ein wenig neidisch. So ein Gefühl würde mir wirklich sehr gefallen.

Im nächsten Moment möchte ich mir dann eine sündhaft teure Gitarre kaufen, nur um für mich allein ein bisschen darauf herumzuklämpern. Natürlich würde es nach ein paar Minuten langweilig werden, aber das ist einer dieser Wünsche, die seit ein paar Jahren in mir herumschlummern. Im übrigen würde ich mir auch gerne ein Paar graue Chucks kaufen, aber ich schiebe das seit Monaten vor mir her. Irgendwie will, kann und mag ich nicht. Komisch, diese Unentschlossenheit. Ebenso der Wunsch, schwimmen zu gehen: Am Montag fiel ein Kurs in der Uni aus, für den ich eigentlich ziemlich viel zu tun hatte. Ich war komischerweise nicht sonderlich erfreut. Ein paar Freunde wollten Schwimmen gehen und ich hatte vor ein paar Tagen mal "angemerkt", dass man ja Schwimmen gehen könnte. Alle waren damals überrascht von meiner "Initiative" und ich selbst irgendwie auch. Es passte also alles, irgendwie. Nun war es aber so, dass ich einfach "Nein" sagte. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte überhaupt keine Lust auf einen haufen halbnackter Menschen und mich selbst in dieser Masse, dieser verdammten Masse. Ich ging mit "dem Pärchen" noch in die Mensa und bekam quasi nichts als Schweigen. Ich hasse diese Konstellation, wenn man mit einem Pärchen irgendwo hingeht, ist man quasi überflüssig. Zwar fühle ich mich sonst auch recht überflüssig und fehl am Platz, aber in solchen Situationen wird es so konkret, dass man den Hauch der Abweisung auf der Stirn spürt. Man wird nicht gehört, sondern überhört und übersehen. Man wird einfach von dieser Verliebtheit der anderen hinweggespült - mit einem Lächeln. Ich möchte eigentlich nicht mehr mit den beiden essen, vielleicht ist es allein ja besser, aber dann fühle ich mich automatisch beobachtet und bewege mich wie auf rohen Eiern. Gesellschaft macht so selbstsicher.

Ich weiß nicht woher diese Unentschlossenheit kommt. Das Auf und Ab hört einfach nicht mehr auf und alles wirkt so fragil.

Gleich werde ich den letzten Teil der "Wege der Freiheit" anfangen. Koffein in meinem Blut und im Bauch nichts als Wut.
1.6.11 01:14
 


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