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Gleichheit

Ich war im Schwimmbad, aber schon am Dienstag. Natürlich war das auch der bisher heißeste Tag des Jahres und so kam es, dass in etwa die ganze Stadt sich vorgenommen hatte, schwimmen zu gehen. Alles war gleich, gleich hautfarben. Als hätte man mit einem hautfarbenen Buntstift, den man früher in der Grundschule unbedingt haben musste, kleine weiße Menschenskizzen zwischen die Bäume und auf die Wiesen gekritzelt. Nur die Badehosen oder Bikinis durchschnitten die partikulare Monotonie der Körper.
Kinder, Greise, Dicke, Dünne, hässliche und schöne Menschen - alle gingen oder schwammen sie, von der Sonne bestrahlt, durch den Raum und dachten nur an die nächsten Meter oder Minuten. Ich lag auf meinem Handtuch, schlief und wachte nur ein paar Mal auf.
Im Wasser war es angenehm kühl. Gegen Abend wurde das Schwimmbad auch etwas leerer, obwohl sich immer noch wahnsinnig viele Menschen dort aufhielten. Ich schwamm ein paar Runden, tauchte und genoss die Stille. Auf dem gefliesten Boden ist alles ruhig und man schwebt ein bisschen.

Die "alte Bekannte" möchte sich mit mir treffen. Ich mich auch mit ihr, irgendwie. Wir schrieben die letzten paar Tage und kamen quasi zu dem "Ergebnis", dass man sich treffen muss. Und warum? Weil man nicht weiß, was "hätte sein können", wenn man sich nicht trifft. Sehen wir uns nicht, werden wir wohl monatelang über mögliche Szenarien nachdenken, zumindest werde ich das dann wohl. Dummerweise haben wir uns erst auf das nächste Wochenende geeinigt, aber wenn ich jetzt so daran denke, dauert mir das irgendwie zu lang. Ich möchte nicht schon wieder eine ganze Woche neben der Spur sein und in Gedanken abdriften. In zwei Wochen sind Klausuren. Obwohl: "Klarheit", so glaube ich, wird dieses Treffen wohl nicht bringen. Scheinbar will sie ihrem Freund vorher auch noch sagen, dass sie sich mit jemandem trifft. Ich kann nur hoffen, dass der Typ mir nicht irgendwie auflauert.

Ist das alles eigentlich nur wetterbedingt? Werde ich gerade in die Normalität gesogen? Es ist alles ein bischen irreal und alle paar Minuten drifte ich weg und dabei finde ich es nichtmal schlimm. Es sind diese Tagträume, diese kleinen Fluchtversuche. Scheiße.
2.7.11 01:45
 


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